Beschreibung

GDK Research – Bildbasierte Forschungsplattform zu
den Großen Deutschen Kunstausstellungen 1937-1944 in München

GDK Research publiziert unbekannte fotografische Dokumente zur staatlich geförderten Kunst der NS-Zeit, um die kritische Auseinandersetzung mit der Kunst- und Kulturpolitik des nationalsozialistischen Regimes auf ein breitere, quellengestützte Grundlage zu stellen. Die historischen Bildzeugnisse werden von der Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte als Teil des von der amerikanischen Siegermacht 1946 zurückerstatteten kulturellen Erbes verwaltet. GDK Research bekennt sich nachdrücklich zu der daraus resultierenden Verantwortung zum gewissenhaften Umgang mit problematischem, zum Teil zweifelhaftem und in jedem Fall kontroversem Material.

Das Webangebot bietet Bilder und kunsthistorische Informationen zu allen auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen gezeigten Werken, sowie Kurzbiographien der Künstler, der Käufer und der dargestellten Personen.

Über Weblinks bezieht es weiterführende Informationen anderer Anbieter, wie der Wikipedia Deutschland oder der Deutschen Biographie der Bayerischen Staatsbibliothek, mit ein.

Insgesamt wurden in den acht Ausstellungen 12.550 Werke der Gattungen Plastik, Malerei und Grafik zum Verkauf angeboten. Landschafts- und Genredarstellungen, Stillleben und Porträts sowie Kleinplastiken dominierten. Auch wenn nur ein geringer Teil der Werke offen nationalsozialistische Propaganda betrieb, entsprachen sie doch dem Weltbild des Regimes. Viele Exponate wurden von der nationalsozialistischen Elite, aber auch von Privatleuten angekauft.

Die Großen Deutschen Kunstausstellungen hatten eine herausragende Bedeutung für die nationalsozialistische Kunst- und Kulturpolitik. Gleichzeitig mit der ersten GDK fand die von Joseph Goebbels initiierte Ausstellung „Entartete Kunst“ im Galeriegebäude am Münchner Hofgarten statt. In den Großen Deutschen Kunstausstellungen manifestierte sich das Selbstverständnis des „Dritten Reiches“ als Kulturnation ebenso wie die Kunstauffassung des NS. Nur künstlerische „Höchstleistungen“, so der Katalog von 1937, die „Ausdruck verleihen der Größe der aus Blut und Boden, aus nationalsozialistischer Haltung und Weltanschauung geborenen neuen Zeit“, sollten präsentiert werden.

GDK Research erschließt erstmals umfangreiche visuelle und schriftliche Quellen aus den Beständen mehrerer Institutionen. Wenn nicht anders angegeben, stammen sämtliche Schwarzweiß-Aufnahmen aus der Photothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte und sämtliche Farbaufnahmen aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin. Alle Angaben, die sich auf Verkäufer (Kreditoren), Käufer (Debitoren) und Preise beziehen, stammen aus den sog. Kontenbüchern, die im Haus der Kunst München, Historisches Archiv, verwahrt werden. Diese drei Kernbestände werden ergänzt durch Informationen, Daten, Unterlagen und Dokumente insbesondere aus den Bildarchiven des Stadtarchivs München und der Bayerischen Staatsbibliothek (Fotoarchiv Heinrich Hoffmann) sowie des Bayerischen Hauptstaatsarchivs.

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